"Wir sind überall" - unter diesem Titel strahlte ein deutscher Fernsehsender im Jahre 2011 eine mehrteilige Doku aus, in der Ostdeutsche vorgestellt worden,
die es in die große weite Welt verschlagen hat. Vor fast zwanzig Jahren packten Hartmut und Gabriele Papenfuß nicht nur ihre Koffer sondern auch Container,
um ihr Leben vom Erzgebirge bzw. Dresden etwa 8000 km entfernt nach Sambia ins südliche Afrika zu verlagern. Eine neue Herausforderung und genau das richtige,
um vorhandene Tugenden eines gelernten DDR-Bürgers auszuleben. Ein paar Kilometer westlich von Livingstone wurde eine passende Immobilie samt Land gefunden,
übernommen und als "No Name Camp" fort geführt. Heutzutage findet die Vermarktung der Location unter den Namen "Nona Lodge" statt.  Es ist eine perfekte
Übernachtungsmöglichkeit für mehrtägige Gäste, die abseits des großen Mainstream-Tourismus Ruhe genießen und das einfache Leben abseits der Touristenorte auf
dem Land kennen lernen wollen. Interessant ist die an der M10 (Nakatindi Road) liegende Location auch für Selbstfahrer, die aus Namibia bzw. Botswana anreisen.
Die Nona Lodge verfügt über ein Restaurant und eine Bar, darüber hinaus über sechs originell eingerichtete Chalets und eignet sich als idealer Zwischenstopp
mit oder ohne Übernachtung. Als Außenstehender erhält man hier Einblicke in ein Leben, dass völlig auf Spontanität und Abenteuer ausgerichtet ist.
Man kann hier erleben, wie mühselig es ist, einen gewissen Luxus unter erschwerten Rahmenbedingungen zu bieten. Das fängt bei der kostbaren Ressource Wasser an.
Es wird direkt aus dem Sambesi gepumpt und über eine Leitung fast zwei Kilometer zum Grundstück geführt. Das Ganze durch Gebiete, deren Besitzansprüche unklar sind.
Im Laufe der Zeit haben Hartmut und Gaby gelernt, wie man mit Korruption, Manipulation und Sabotage klar kommt. Das alles ist nur mit Kraft, Ausdauer und einem
stabilen Nervenkostüm zu bewerkstelligen, es erfordert ein hohes Maß an Zusammengehörigkeitsgefühl. Denn wirklich verlassen kann man sich auf niemanden.
Die Arbeitsmoral der Angestellten ist nicht unbedingt zufriedenstellend und eine eventuelle Übertragung von Verantwortung und Befugnissen auf sie
kann sich ganz schön zum Nachteil auswirken, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Die Mentalität der Einheimischen ist halt eine andere.

Die anhaltende wirtschaftliche Krise im Nachbarland
Simbabwe wirkt sich mehr oder weniger positiv auf den
Tourismus in Sambia aus. Beide Länder profitieren vom
Grenztourismus an den Victoriafällen. Victoria Falls auf der
einen und Livingstone auf der anderen Seite sind vom
Tourismus nahezu abhängig. Die bisherige Politik setzte
der Branche ordentlich zu. Nach Neuwahlen lokaler
Politiker erfordern die Vorgaben derer immer wieder
Anpassungen der Lebensumstände, was sich nachteilig
auf das Tourismusgeschäft auswirkt. Wenn große
Hotelketten mit Umsatzeinsprüchen zu kämpfen, wie
soll es dann erst kleineren, privaten Unternehmen
ergehen? Improvisationstalent ist da gefragt, man
hält sich trotz widriger Umstände über Wasser.

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